Brick Lane, London.

Ich war vom ersten Augenblick an fasziniert von dieser Straße. Sie ist anders, international und spannend. Es ist das Gefühl, nicht unbedingt die Häuser und Geschäfte. Doch, vielleicht auch die.

Es gibt so viel StreetART zu entdecken. Nicht die Schmierereien, die hier in Braunschweig mit Graffiti bezeichnet werden, sondern in meinen Augen richtige Kunst. Bilder, die ein hohes technisches Können haben, was nebensächlich ist, aber nicht unwichtig.

Die Bilder haben Ausdruck, sprechen mich an, sind zum Nachdenken gemacht, weisen auf Miseren und Umstände hin, die bekannt aber nicht immer präsent sind. Und sie sind vergänglich. Eben waren sie noch da, dann sind sie weg. Wenn man sie gesehen hat, kann man sie in seinem Gedächtnis behalten. Es kommt was Neues, ein Kreislauf. Es ist philosophisch und das macht sie umso besser. Sie spiegeln einen Teil meiner Lebenseinstellung wieder, vielleicht mag sie deshalb so gern. Sie sind da, sie sind schön, sie regen zum Denken an und dann verschwinden sie wieder, machen Platz für etwas Neues, bringen Abwechslung und Fortschritt, Veränderung. Zum Positiven oder Negativen, wer weiß. Nichts bleibt wie es ist (manchmal leider), alles ist im Fluss.

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